Virtually Connecting mit #OERde17?

Titelbild von Autumm Caines via Flickr unter einer CC-BY-NC 2.0 Lizenz

Die Vorzüge von Virtually Connecting habe ich in den letzten Monaten an verschiedenen Stellen in der deutschen OER Community angepriesen, gemeinsam mit Martina Emke habe ich im Vorfeld des OERcamp Nord hier in einem kurzen Beitrag beschrieben worum es dabei geht und wie das dann abläuft. Im Laufe des Camps in Hamburg hatten wir auch schon ein paar sessions in englischer Sprache, hier sind sie eingebettet. Wir wurden auch schon von Jöran zu Virtually Connecting befragt:

Im Vorfeld meiner eigenen Planung für das OER Fachforum in Berlin (wenn ich vom Fachforum spreche, meine ich im Zweifel auch das OER Festival und das OER Camp – was genau das eine vom anderen unterscheidet, hat sich mir nie so recht erschlossen) habe ich bemerkt, dass zwar viele, aber nicht alle an OER und offenen Bildungsformaten interessierten Menschen vor Ort sein werden. Wie auch: Lehrerinnen und Lehrern wird es vermutlich schwer fallen an einem Wochentag in Berlin zu sein, andere können aus persönlichen, beruflichen oder auch budgetären Gründen nicht anreisen. Hashtags, Streams, Periscope und Blogs werden vermutlich zur Dokumentation und Teilhabe beitragen.

Vielleicht wäre das OER Fachforum in Berlin nun aber auch der Anlass ein “Virtually Connecting Spinoff” in deutscher Sprache anzuzetteln?

Letztendlich wäre es denkbar einfach:

Technisch würde ich mich zunächst am Setup des ‘etablierten’ Virtually Connecting orientieren. YouTube Live funktioniert recht gut für live Unterhaltungen, deren Aufzeichnung und Einbettung auch auf mobilen Endgeräten. Vorab Anmeldung zu den Sessions geht per twitter, Kommentare in einem Blog oder auch ein Google Form (oder Alternativen), wenn es eine automatisierte(re) Lösung sein soll. Virtuell Teilnehmende müssten nur ihre Email Adressen preisgeben um eingeladen zu werden.

Wir bräuchten mindestens einen “Virtual Buddy”, er oder sie verwaltet die Anmeldungen von virtuellen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Vorfeld, organisiert die YouTube Live Session und ist für die Kommunikation vor den sessions das Rückgrat der Kommunikation. Er oder sie muss nicht vor Ort sein. Das ginge zwar theoretisch auch, wäre aber eher unüblich. Was genau zu tun wäre, erkläre ich im Vorfeld gern.

Wir brauchen interessierte virtuelle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich in die sessions einschalten und teilnehmen – Fragen stellen, Querbezüge herstellen, einfach nur zuhören.

Wir brauchen ein paar interessante Menschen vor Ort in Berlin, die Lust haben sich für etwa 20-30 Minuten mit mir (oder auch anderen Onsite Buddies) vor eine Webcam zu setzen, mit den anderen Menschen im Hangout zu sprechen, Einblicke in die Veranstaltung zu teilen und sich mit den virtuellen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu vernetzen.

Nun also die Frage: hat jemand Lust das gemeinsam mit mir auf die Beine zu stellen? Wer hätte Lust Virtual Buddy zu sein, wer wäre gern als virtuelle Teilnehmerin oder Teilnehmer dabei? Wer hätte Lust zusätzlicher Onsite Buddy zu sein? Oder täuscht mich mein Eindruck und das ist Quatsch? Für einen Kommentar hier wäre ich überaus dankbar.

Virtually Connecting beim #OERcamp17

Virtually Connecting hat meine Art über Bildungstechnologie und über Offenheit von Bildung nachzudenken im Lauf der letzten 1-2 Jahre stark beeinflusst. Meine Eindrücke von Virtually Connecting bei der Online Educa 2016 (hier und hier die jeweiligen Blogbeiträge mit wenig einfallsreicher Betitelung) sind hier vielleicht ein gutes Beispiel. Was Virtually Connecting ist, versuchen Martina Emke und ich hier zusammenzuschreiben.

Bisher habe ich Virtually Connecting nur bei englischsprachigen Events wahrgenommen. Das hat sicher den Grund, dass die Gründerinnen entweder Englisch als Muttersprache haben oder aber in ihrer täglichen Arbeit und ihrem persönlichen Netzwerk auf Englisch als Sprache zurückgreifen. Auch liegt der ‘case’ für Virtually Connecting bei einer englischsprachigen Konferenz eher auf der Hand, geht des doch u.a. um die Verbindung zu Konferenzen, die man aus welchen Gründen auch immer nicht erreichen kann. Allein die zurückzulegenden Entfernungen im englischsprachigen Kosmos von edtech und openness sind verglichen mit denen im deutschsprachigen Kontext nicht zu vergleichen, umso wichtiger virtuelle Partizipation. Die Gründe, nicht zu einer Konferenz anreisen zu können, sind so vielfältig wie es die Konferenzen oft nicht sind, können familiär, budgetär, gesundheitlich oder persönlich sein. Trumps muslim ban spielt hier eine Rolle in den USA, das zeigen verschiedene Events in diesem Jahr.

Warum nun also Virtually Connecting bei einer deutschsprachigen Veranstaltung? Zunächst einmal würde ich auch hier alle Punkte gelten lassen, die auch für englischsprachige Konferenzen oder Tagungen machen würden. Virtually Connecting ermöglicht einen anderen Blick, eine andere Perspektive. Teilnehmende einer Konferenz haben ein Fenster nach außen während des laufenden Veranstaltung. Teilnehmende von außerhalb haben die Chance einen Blick hinter die Kulissen, hinter die tweets oder auch die Livestreams zu werfen. Gleichzeitig hat Virtually Connecting aber auch einige Kollateralnutzen. Es können globale Netzwerke entstehen. Durch Virtually Connecting habe ich Kontakt zu Menschen in Mexiko, Ägypten, Kanada, den USA, und vielen anderen Regionen. Sie arbeiten an ähnlichen Fragen wie ich und sich dazu auszutauschen, voneinander zu lernen, ist bei Virtually Connecting mehr als die bloße Worthülse.

Ein anderer Nutzen kann für die Organisatoren von Events in der Verbreitung des Events selbst liegen. Virtually Connecting ist unabhängig und hat keinerlei Finanzierung in irgendeiner Form, aber allein die Tatsache, dass diese Community Teil einer Tagung oder einer Konferenz ist, kann einen positiven Effekt auf die Wahrnehmung der Veranstaltung haben.

Ein sehr oft leidiges Thema von Konferenzen ist zum Beispiel auch die Tagungsdokumentation. Im Vergleich zu so manchem PDF Tagungsband kann es durchaus belebend sein, sich eine 20-minütige Unterhaltung von Beteiligten und Unbeteiligten anzusehen. Die Aufzeichnungen der Unterhaltungen bleiben schließlich im Netz, sind auffindbar. Oft sind sie Ausgangspunkte für Blog Posts der Teilnehmenden, die sich wiederum auf die Tagung beziehen. Virtually Connecting ist damit oft Katalysator von anderen Netzwerken.

Alle diese Punkte lassen sich problemlos auch auf deutschsprachige Events wie das OERcamp übertragen. Ein Argument aber kann aus meiner Sicht nicht schwer genug wiegen: in meinem Podcast, den ich mehr oder weniger regelmäßig mit Markus Deimann aufzeichne, versuche ich immer wieder Bezüge zwischen Entwicklungen im internationalen Kontext von open education und educational technology und dem, was in Deutschland so passiert, herzustellen. Mal ironisch, mal zynisch, mal mehr oder weniger sachlich wundere ich mich dort öfter darüber, dass deutschsprachige Projekte immer wieder diese Parallelen ignorieren. Mal hat das sicher einen guten Grund, oft aber bestimmt auch nicht. Vielleicht hat Virtually Connecting ja auch den Kollateralnutzen, dass dort Verbindungen entstehen, die dieser Beobachtung entgegenwirken.

Für mich persönlich ist Virtually Connecting jedenfalls immer ein Highlight jeder Konferenz, egal ob ich on-site oder online bin. Entsprechend steigt langsam die Vorfreude auf das OERcamp in Hamburg.

Fast vergessen: wer möchte, ist natürlich herzlich eingeladen bei uns vorbei zu schauen und mitzumachen. Virtuell geht das in den beiden geplanten sessions, vor Ort planen wir eine offene session um 17:45. Oder einfach Martina oder mich ansprechen.

Titelbild unter CC0 Lizenz von Pavan Trikutam via Unsplash

I was Virtually Connecting from #OEB16

tl;dr: I was Virtually Connecting from #OEB16 and I am trying to give two main reasons why this was an essentially important part of OEB – at least for me.

I wrote a short blog post about my first time as onsite buddy of Virtually Connecting (VC). In my previous post, I noted a couple of reasons and motivations to virtually connect and now, after participating in four sessions as onsite buddy of VC, two main motivations kept on creeping up on me during our sessions at #OEB16:  Continue reading →